Meldungen aus der Februar-Ausgabe der Solidarität
Vivantes-Töchter Berlin
Die Beschäftigten der ausgegliederten Töchter des Vivantes-Konzerns und die Gewerkschaft ver.di fordern 100 Prozent Angleichung an den TVöD. Vivantes bot nun eine Angleichung der Entgelttabellen über einen Zeitraum von fünf Jahren an, jedoch ohne zentrale Elemente aus dem TVöD zu übernehmen. Im Gegenteil, Vivantes will sogar noch Verschlechterungen durchsetzen. So umfasst das erste „Angebot“ in den Tarifverhandlungen eine deutliche Kürzung der Jahressonderzahlung für Neubeschäftigte, keine Betriebsrente und keine Anpassung der Zulagen an das Niveau des TVöD.
IG Metall: Mitgliederschwund
Die größte DGB-Gewerkschaft, IG Metall, verlor 3,9 Prozent der Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr. Der Mitgliederschwund hält seit sieben Jahren an. Hatte die IG Metall im Jahr 2018 noch mehr als 2,27 Millionen Mitglieder, sind es jetzt noch 2,02 Millionen. Die Einnahmen aus den an die Gehälter gekoppelten Mitgliedsbeiträgen sind für den Gewerkschaftsapparat dennoch auf 648 Millionen Euro gestiegen. Entsprechend seien auch die Streikkassen laut Schatzmeisterin Nadine Bogulslawski gut gefüllt. (siehe jW vom 27.1.2026)
„Initiative für Aufschwung und Beschäftigung“
Auf ihrer Jahres-Pressekonferenz im Januar verkündete die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner: „Sollte der industrielle Kahlschlag nicht aufhören, werden wir auf Konflikt schalten.“ Wann dieser Punkt erreicht sei, sagte sie nicht. Stattdessen schlägt die IG-Metallführung der Kapitalseite eine „Initiative für Aufschwung und Beschäftigung“ aus Politik, Unternehmen und Gewerkschaften auf Länderebene vor. Ganz im Sinne der Standortlogik und Sozialpartnerschaft sollen Vereinbarungen getroffen werden, mit denen der Wirtschaftsstandort gesichert werden soll.
