Aktuelle Meldungen zu Klassenkämpfen in Deutschland
Tarifrunde Telekom
Anfang des Jahres diskutieren die Beschäftigten im Telekom-Konzern ihre Forderungen. Mehrere Tarifverträge sind zum 31. März 2026 kündbar. Die Gewerkschaft ver.di ist gefordert, ihre Mitglieder in die Diskussion für eine durchsetzungsfähige Kampfstrategie transparent und demokratisch einzubeziehen, um sie auch stark zu mobilisieren. Bereits in der letzten Tarifrunde 2024 gab es aufgrund des wachsenden Drucks auf die Beschäftigten durch Preissteigerungen mehr Warnstreiks als in den letzten Jahren. Es ist mit einer harten Tarifrunde zu rechnen.
Tarifrunde Nahverkehr
Bundesweit geht ver.di ab Januar in Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen (Manteltarifverträge) bei den kommunalen Verkehrsbetrieben. Betroffen sind bundesweit knapp 150 kommunale Unternehmen in allen Bundesländern. In Brandenburg, Thüringen und dem Saarland werden zusätzlich die Löhne verhandelt. Es gibt dabei verschiedene Tarifverträge je nach Bundesland, die sich an vielen Stellen unterscheiden. Zu den Kernforderungen gehören aber in mehreren Bundesländern die Verkürzung der Wochenarbeitszeit, Verkürzung der Schichtzeiten, Verlängerung der Ruhezeiten und die Erhöhung von Zuschlägen für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
Tarifrunde Cinestar
Zum 31.12.2025 laufen die Tarifverträge für die Beschäftigten in den Cinestar-Kinos aus. Der Einstiegs-Stundenlohn beträgt derzeit 13 Euro. Bereits in der letzten Tarifrunde haben die Beschäftigten dafür gestreikt, den Abstand zum Mindestlohn zu vergrößern, der ab 1.1.2026 bei 13,90 Euro liegt. Ver.di sollte die parallel laufenden Tarifrunden (wie die Tarifrunde der Länder) miteinander koordinieren und zu gemeinsamen Streikkundgebungen aufrufen.
