Meldungen aus der Februar Ausgabe der Solidarität
Vier Sekunden sind ein Jahr
Der in Davos von Amitabh Behar vorgestellte Ungleichheitsbericht von „Oxfam International“ hat es in sich. Wie der Direktor der Hilfsorganisation ausführte, sei das Vermögen der Milliardär*innen auf 18,3 Billionen US-Dollar gestiegen. Allein 2025 kletterte deren Vermögen um 2,5 Billionen US-Dollar.
Damit wuchs deren Reichtum um einen Wert, der dem Besitz der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung entsprechen würde, so Behar. Allein Elon Musk würde in nur vier Sekunden so viel Geld verdienen, wie ein Mensch im Durchschnitt in einem Jahr.
Behar merkte zudem an, dass Superreiche weltweit dazu übergehen würden, sich Regierungen, Regierungen oder ganze Wahlen einfach zu kaufen.
In Deutschland sei die Zahl der Milliardär*innen auf 172 mit einem Vermögen von etwa 840 Milliarden US-Dollar gestiegen.
Trump lohnt sich für Reiche
Trumps Präsidentschaft lohnt sich für dessen Umfeld: Selbst Elon Musk, der Mann, der im Auftrag Trumps zahlreiche Beschäftigte von US-Behörden entließ, sich dann aber mit Trump überwarf, kann sich freuen: „Forbes“ schätzte seinen Vermögenszuwachs auf 67 Prozent. So brachte der Tech-Milliardär auch Bundesbehörden zu Räson, die über die Aufträge zum Bau von Satelliten entscheiden. Musks Unternehmen erhielt mehr Aufträge als die Konkurrenz.
Jeff Bezos, dem Gründer von Amazon, gelang in Trumps erstem Amtsjahr seiner zweiten Präsidentschaft ein Vermögenszugewinn von 15 Milliarden US-Dollar.
Sam Altman, Chef von OpenAI, gelang laut einer Schätzung der „Süddeutschen Zeitung“ eine Verdopplung des Vermögens.
Der Leitindex Dow Jones kletterte in der zweiten Amtszeit von Trump um 14 Prozentpunkte. Zugleich kürzte die Trump-Administration Programme zur Nahrungsmittelhilfe für Arme um 500 Millionen US-Dollar, obwohl die Nachfrage steigt.
