Ihr da oben – wir hier unten

((c) Ina Schürmann)

Meldungen aus der März-Ausgabe der Solidarität

Steigende Mieten

Im Kapitalismus zahlen Mieter*innen für den Klimawandel, den sie nicht verursacht haben, zum Beispiel mit ihrer Miete. 

Energetische Sanierungen von Häusern sind ein Beispiel. Zwar gelten Bauen und Wohnen nicht zu Unrecht als Antreiber der Klimaerwärmung, doch die neue Richtlinie der Europäischen Union (EU) dürfte Mieter*innen teuer zu stehen kommen, wie das Magazin „Focus“ berichtet. Sie sollen bis zum Mai dieses Jahres in deutsches Recht umgesetzt werden und energetische Gebäudesanierungen veranlassen und den Primärenergieverbrauch um 16 Prozent senken. Eine sofortige Pflicht, das eigene Haus zu sanieren, erwächst hieraus zwar nicht, aber laut Darstellung des Magazins „Focus“ dürften mittelfristig häufig neue Fenster und Dämmungen nachgerüstet werden müssen.

Die Kosten hierfür werden zu großen Teilen Mieter*innen zu tragen haben. Bis zu acht Prozent der Sanierungskosten dürfen Immobilienfirmen auf die Bewohner*innen umsetzen. Das kann schnell zu einer Mietsteigerung von 100 Euro pro Monat führen, wie der „Focus“ vorrechnet. 

Luxus kontra Kaufkraft

Die Nachfrage nach Luxusartikeln wie teuren Uhren wächst. Laut Watchpro liegt Bremen bezüglich der Kosten pro Stück vorn: Mehr als 9.800 Euro geben Käufer*innen dort für einen Luxuschronometer aus. 

Bisher besitzen 14 Prozent der Bevölkerung eine Luxusuhr. Drei Viertel verschwenden hingegen keinen Gedanken an einen solchen Kauf und haben andere Sorgen. Denn trotz der gern in der Presse vermeldeten Reallohnsteigerungen, liegt die Kaufkraft noch immer unter dem Stand von 2019. Auch der Abschluss beim Tarifvertrag der Länder schreibt Reallohnverlust fest.