Meldungen aus der März-Ausgabe der Solidarität
Tarifergebnis Autobahn GmbH
Wie in der Ländertarifrunde forderte ver.di für die etwa 15.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 300 Euro bei zwölf Monaten Laufzeit. Die Beschäftigten waren aber nicht bereit, einen ähnlich schlechten Kompromiss anzunehmen. Mit einer Ausweitung der Streiks, in denen sie unter anderem für den Verkehr wichtige Tunnel bestreikten, erreichten sie weitere Zugeständnisse. Nun findet eine Mitgliederbefragung über ein Verhandlungsergebnis statt, welches dennoch eine lange Laufzeit von 26 Monaten hat. Das Mittel des Streiks wurde allerdings noch nicht ausgeschöpft, um die Forderungen durchzusetzen.
Petition zum TV-L-Ergebnis
Das „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di“ und das „Netzwerk für eine kämpferische GEW“ haben eine gemeinsame Petition für die Ablehnung des Tarifergebnisses in der Tarifrunde für die Länderbeschäftigten gestartet. Hiefür soll bis zum Ende der ver.di-Mitgliederbefragung am 9. März gesammelt werden. Zur Begründung heißt es unter anderem: „Bei Fortsetzung des Arbeitskampfes könnte dieser mit weiteren zeitgleich stattfindenden Tarifbewegungen koordiniert werden. Zu Streiks sollten die Gewerkschaften gemeinsam alle betroffenen Bereiche für denselben Zeitraum aufrufen, um die maximale Kraft zu entfalten.“ Siehe auch www.netzwerk-verdi.de
Tarifergebnis GDL
Auch die GDL gibt sich sozialpartnerschaftlich. Ohne Arbeitskampf hat die Gewerkschaft für die Lokführer*innen bei der Bahn ein Verhandlungsergebnis akzeptiert, welches deutlich unter den Forderungen lag. Gefordert waren acht Prozent auf zwölf Monate, im Ergebnis gab es nun 2,5 Prozent ab dem 1. August 2026 (nach sechs Nullmonaten) sowie eine Einmalzahlung von 700 Euro (350 für Auszubildende). Eine weitere Erhöhung soll es am 1. August 2027 ebenfalls um 2,5 Prozent geben.