Neuer Manifest-Buchladen mit Café mitten in Berlin
Alle machen zu? Wir nicht! Mit der Gründung des Manifest-Verlags haben wir uns vor fast zehn Jahren auf den Weg gemacht, um mit unseren Büchern eine inhaltliche Alternative zu Krieg, Unterdrückung und Ausbeutung anzubieten. In dieser Zeit haben wir unter dem Motto des Verlags “Bücher. Um die Welt zu ändern” dutzende Bücher veröffentlicht. Darunter fallen sowohl sozialistische Klassiker von Luxemburg, Trotzki, Marx, Engels oder Lenin, als auch aktuelle Titel von Marxist*innen, vor allem Aktivist*innen der Sol und des Komitees für eine Arbeiter*inneninternationale (CWI), die sich mit internationalen, historischen oder theoretischen Fragen beschäftigen. Zuletzt haben wir im Rahmen der neuen Edition interventionen „Staatsräsonfunk“ von Fabian Goldmann veröffentlicht.
Gegen den Strom
Seit der Gründung des Verlags hat sich die Lebenssituation in Deutschland und der Welt für die Mehrheit nur noch weiter verschlechtert – doch es gibt auch Gegenwehr. Alternativen benötigen Orte, in denen sie dargestellt und diskutiert werden können. Ein solcher soll unser neues Büchercafé werden. Denn linke Ideen und gesellschaftliche Alternativen brauchen nicht nur ein Medium, in dem sie veröffentlicht werden. In unserem Fall sind das die Bücher, die wir seit knapp zehn Jahren machen. Sie benötigen einen Raum, in dem sie dargestellt und verhandelt werden. Doch das wird nicht nur in einer Stadt wie Berlin immer schwieriger, weil Mieten durch die Decke gehen, öffentliche Finanzierung für kulturelle Einrichtungen wegen Sparmaßnahmen oder politischer Unliebsamkeit gestrichen wird und diese schließen müssen. Innerhalb von fünf Jahren schlossen bis Ende 2023 24 Prozent aller Buchläden ihre Türen – für immer. In Zahlen sind das 950 und es trifft hauptsächlich unabhängige Buchhandlungen, die ein Sortiment fernab des Mainstreams anbieten. Wohin die Reise geht, zeigt auch der Ausschluss dreier linker Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis nach einer Prüfung durch den Verfassungsschutz Anfang März 2026.

Bücher, Veranstaltungen und mehr
In dieser Gemengelage wollen wir einen eigenen Laden eröffnen. Dieser soll unabhängig von staatlicher Finanzierung und Preisgeldern sein und auf eigenen Beinen stehen. »Das ist doch Wahnsinn!«, möchten manche jetzt vielleicht rufen. Das mag sein. Aber der Bedarf an linken Räumen und Sichtbarkeit linker Literatur ist nicht kleiner geworden, ganz im Gegenteil. Deshalb wollen wir darum kämpfen. Und dabei zählen wir auf eure Unterstützung! Unser Laden wird ein Sortiment linker Sachbücher aus einer ganzen Bandbreite von Verlagen anbieten und darüber hinaus noch Belletristik. Neben der Website, auf der man Bücher jederzeit bestellen kann, soll damit ein Ort geschaffen werden, an dem man persönlich Fragen zu Büchern stellen und Diskussionen darüber führen kann. Wir wollen mit einem Café ein Angebot machen, dass Leute sich für wenig Geld bei uns aufhalten und diskutieren können. Der Raum soll für Treffen und Buchvorstellungen oder andere Veranstaltungen genutzt werden. Also unterstützt den Verlag: Jeder Beitrag, sei er noch so klein, hilft!
Jetzt hier unser Crowdfunding unterstützen
Aktuelle Neuerscheinungen im Verlag:



