
Berlin: Jugenddemo in Neukölln
Immer wieder kommt es in Berlin zu Angriffen von rechtsextremen Gruppierungen. Deswegen ging im Juli ein linkes Jugendbündnis, unter anderem aus Jugend für Sozialismus (JfS), linksjugend[‘solid] Neukölln und der Arbeiter*innenpartei der Türkei (TIP) gemeinsam auf die Straße gegen rechten Terror und Kürzungen in Berlin-Neukölln.
Von Allen
Statt überhaupt zu versuchen, ihre kapitalistische Politik und damit die Kürzungen zu erklären, schüren Politiker*innen Rassismus, um von ihrer Politik abzulenken.
Auf einer von vielen rechtsextremen Demonstrationen kam es im März 2025 zu Angriffen auf Journalist*innen und Polizist*innen. Neben der Gewalt auf Demonstrationen attackieren Neonazis Jugendliche auf offener Straße. Auch der Sprecher der Linksjugend in Berlin-Lichtenberg, Lasko Schleusung wurde wiederholt angegriffen. Dies griff Selim von JfS in seinem Redebeitrag auf: “[…] Wir stehen hinter Lasko und allen Opfern rechter Gewalt!“
Gegen alle Kürzungen!
Gleichzeitig wird in Neukölln immer weiter in Bereichen gespart, in denen es eigentlich massive Investitionen bräuchte. Jugendeinrichtungen müssen entweder Stellen kürzen oder ihren Beschäftigten weniger bezahlen, als es im öffentlichen Dienst üblich ist, da sie nicht ausreichend Geld haben.1 Andere öffentliche Einrichtungen wie Freibäder leiden stark unter Kürzungen, genauso schlecht sieht es im Bildungsbereich aus.
Diese Kürzungen betreffen uns alle. Marén, Mitglied der Sol, hielt bei der Demo einen Redebeitrag über die Auswirkungen der Kürzungen und wie sich dadurch die Spaltung zwischen Schüler*innen und Lehrkräften weiter verschärfen kann, statt an einem Strang zu ziehen. Auch innerhalb des Kollegiums und unter den Schüler*innen ist eine Polarisierung zu beobachten, die es erschwert ein gutes Lernumfeld zu schaffen.
Statt in unsere Bildung, Schulen oder ins Gesundheitswesen fließen Milliarden in Aufrüstung oder in Form von Steuergeschenken in die Hände der Superreichen. Dagegen gilt es, Widerstand zu leisten. Rassismus liegt im Interesse der Kapitalist*innenklasse und führt niemals zum Ende der Kürzungen. Deswegen müssen wir gemeinsam, statt gegeneinander kämpfen.
Als Zeichen gegen die Kürzungen und Schließungen von Jugendclubs zogen wir vom Alfred-Scholz Platz zum Jugendclub Manege. Die zahlreichen Teilnehmenden zeigten ihren Unmut über den rechten Terror und die Kürzungen in Berlin deutlich.
(1) Weniger Geld für Tariferhöhungen bei Berliner Jugendhilfe-Einrichtungen, Fr 18.07.2025, rbb: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/07/berlin-senat-jugendeinrichtungen-tariferhoehung.html