Kampf um den Erhalt des JKB Berlin

Streik am JKB im Januar 2024

Nein zu allen Krankenhausschließungen!

Seit Dezember 2025 läuft beim Jüdischen Krankenhaus (JKB) ein Insolvenzverfahren. Nun drohen entweder Schließung oder Privatisierung des einzigen jüdischen Krankenhauses der Stadt. Das würde einen großen Einschnitt in die Gesundheitsversorgung, insbesondere in den Stadtteilen Wedding und Mitte, bedeuten. Denn auch das DRK-Klinikum in Mitte schließt Ende 2026 aufgrund einer Insolvenz.

von Chiara Stenger, Berlin

Alle Parteien im Berliner Senat bekräftigen zwar, dass eine Schließung fatal wäre – eine Lösung präsentieren sie jedoch nicht. Statt den Betrieb in öffentlicher Hand fortzuführen, wie es nötig wäre, heißt es, es sei zu teuer, das JKB zu einem der landeseigenen Krankenhäuser zu machen. Nicht zu teuer sind für den Senat hingegen allein die aktuellen Olympia-Bewerbungskosten von sechs Millionen Euro. Statt unnötiger Prestige-Kampagnen und weniger Krankenhäuser bräuchte es einen Ausbau durch massive Investitionen für mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen.

Ein Kampf dafür muss gemeinsam übergreifend geführt werden, statt nur an einzelnen Häusern. Streiks, wie sie gerade bei den Vivantes-Tochtergesellschaften, bei den Sana Kliniken oder den DRK-Kliniken stattfinden, sollten unter Einbeziehung von Patient*innen, Anwohner*innen und Beschäftigten mit dem Kampf gegen Schließung oder Privatisierung von Standorten und für ein bedarfsgerechtes, ausfinanziertes öffentliches Gesundheitssystem, in dem Profite keine Rolle spielen, verbunden werden. Am 12. Mai, dem Tag der Pflege, wird es am JKB eine Protestaktion von einem Bündnis aus Beschäftigten, ver.di, der Linken und weiteren, darunter auch die Sol Berlin, geben. Das ist ein wichtiger erster Schritt – denn ein gesundes Gesundheitswesen geht uns alle an!

*Mehr Infos hier: https://www.instagram.com/p/DYICHvTiFkW/