Meldungen aus der Juni Ausgabe der Solidarität
Trump, der Baumeister
Der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, scheint begeistert vom Bauen. Der Ostflügel des Weißen Hauses muss einem Ballsaal mit 1.000 Plätzen weichen – schlappe 400 Millionen US-Dollar verschlingt das Vorhaben.
Das Geld käme nicht aus dem Haushalt, sondern aus Spenden von Geschäftsfreund*innen, beispielsweise von Amazon, so Trumps Darstellung.
Die Sicherheitsanpassung des Projekts dürfte hingegen aus Steuern beglichen werden. Die Kosten hierfür liegen bei einer Milliarde US-Dollar.
Der partielle Neubau des Lincoln-Memorials in der Hauptstadt verschlingt mehr als eine Million US-Dollar. Die New York Times geht sogar von mehr als 13 Millionen aus. Dazu kommt noch die eine oder andere Fassadenerneuerung in der Hauptstadt und der geplante Triumphbogen für wenigstens 100 Millionen US-Dollar.
Öffentlich ausgeschrieben werden die Projekte übrigens nicht. Wer den Auftrag erhält, entscheidet einzig Trump persönlich.
Für die 17 Prozent Armen, die in Washington leben, findet sich übrigens kein edler Spender.
Panzer statt Krankenhäuser
Nach einer Meldung der Ärztezeitung vom 29. April 2026 sehen die Eckpunkte für den Bundeshaushalt drastische Einschränkungen beim Budget des Bundesministeriums für Gesundheit vor. Fast ein Viertel des Budgets sollen gestrichen werden und damit die finanzielle Ausstattung des Bundesministeriums für Gesundheit auf 16,571 Milliarden Euro sinken.
Bei der Bundeswehr ist man da weit weniger knausrig, wie Zahlen des Magazins „Stern“ belegen: Im nächsten Jahr soll das Bundesministerium für Verteidigung 105 Milliarden Euro erhalten.
Da können dann schon einmal ein paar Panzer mehr zu Übungszwecken über das platte Land rattern, auf dem zugleich die Krankenhäuser sterben.